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Rasenpflege im Sommer: So übersteht dein Rasen die Hitze

  • Garten24-Check
  • 13. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Rasenpflege im Sommer ist eine Herausforderung: Sengend heiße Tage, trockene Wochen und intensiver Gebrauch setzen dem Grün zu. Doch mit den richtigen Maßnahmen bringst du deinen Rasen auch durch den heißesten Sommer. In diesem Beitrag erfährst du, wie du richtig wässerst, mähst und düngst – und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.


Die größten Herausforderungen im Sommer


Hitze und Trockenheit: Bei Temperaturen über 30°C und ausbleibendem Regen gerät dein Rasen in Trockenstress. Das Gras stellt das Wachstum ein und verfärbt sich braun.


Intensiver Gebrauch: Im Sommer wird der Garten zum Wohnzimmer – Grillpartys, spielende Kinder und Haustiere belasten den Rasen zusätzlich.


Mähfehler: Zu kurzes Mähen verstärkt den Trockenstress enorm.


Richtig wässern – weniger ist nicht mehr

Die größte Stellschraube im Sommer ist die Bewässerung. Aber Achtung: Häufiges, oberflächliches Gießen schadet mehr als es nützt.


Seltener, aber durchdringend: Wässere deinen Rasen 1–2 Mal pro Woche, dafür aber richtig durchdringend. Ziel sind 15–20 Liter pro Quadratmeter, damit das Wasser die Wurzelzone erreicht.


Früh morgens gießen: Zwischen 4 und 7 Uhr ist der ideale Zeitpunkt. Das Wasser verdunstet nicht sofort, und die Grashalme trocknen tagsüber ab – das beugt Pilzkrankheiten vor.


Niemals mittags: In der Mittagshitze verdunstet das meiste Wasser, bevor es den Boden erreicht. Außerdem wirken Wassertropfen auf den Halmen wie Brenngläser.


Rasensprenger nutzen: Ein Rasensprenger verteilt das Wasser gleichmäßiger als eine Gießkanne und spart Zeit.


Mähen im Sommer – höher ist besser

Im Sommer gilt: Schnitthöhe rauf! Längere Grashalme beschatten den Boden, halten die Feuchtigkeit und schützen die Wurzeln vor Austrocknung.


Mindestens 5 cm: Stelle deinen Mäher auf 5–6 cm ein. Das ist höher als im Frühjahr, aber genau richtig für heiße Monate.


Nie mehr als ein Drittel kürzen: Schneide bei jedem Mähen maximal ein Drittel der Halmlänge ab. Radikale Kürzungen stressen den Rasen.


Mähen bei Trockenheit: Bei extremer Hitze und Trockenheit kannst du die Mähintervalle strecken oder ganz aussetzen. Brauner Rasen braucht Ruhe, kein Mähen.


Düngen im Sommer – mit Bedacht

Im Hochsommer ist Vorsicht geboten. Stickstoffreicher Dünger fördert das Wachstum – aber bei Hitze und Trockenheit kann dein Rasen dieses Wachstum nicht stemmen.


Langzeitdünger im Frühsommer: Eine Düngung Ende Mai/Anfang Juni mit einem Langzeitdünger versorgt den Rasen über den Sommer.


Im Hochsommer pausieren: Bei extremer Hitze (ab Mitte Juli) solltest du aufs Düngen verzichten, es sei denn, der Rasen ist gut gewässert.


Kaliumhaltige Dünger: Kalium stärkt die Zellwände und erhöht die Stresstoleranz. Ein Sommerdünger mit erhöhtem Kaliumanteil ist ideal.


Trockenstress erkennen und reagieren


Blaugraue Färbung: Das erste Warnzeichen – der Rasen braucht dringend Wasser.


Fußabdrücke bleiben sichtbar: Die Halme richten sich nicht mehr auf – akuter Wassermangel.


Braune Flächen: Der Rasen ist in die Sommerruhe gegangen. Keine Panik: Die Wurzeln leben meist noch, und nach Regen erholt er sich.


Was du bei Trockenschäden tun kannst

Wenn dein Rasen bereits braun ist, helfen folgende Maßnahmen:


Wässern: Beginne langsam mit der Bewässerung, damit der verdichtete Boden das Wasser aufnehmen kann.


Nicht mähen: Lass den Rasen in Ruhe, bis er sich erholt.


Nachsaat verschieben: Warte mit der Nachsaat bis zum Frühherbst, wenn es kühler und feuchter wird.


Fazit

Die Sommerpflege deines Rasens erfordert Umdenken: Weniger mähen, höher schneiden, gezielt wässern. Wenn du diese Regeln befolgst, bringst du dein Grün auch durch die heißesten Wochen. Und selbst wenn es mal braune Stellen gibt – mit der richtigen Pflege im Spätsommer und Herbst erholt sich dein Rasen schnell wieder.

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