Rasen düngen: Der komplette Guide für Einsteiger
- Garten24-Check
- 28. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Rasen düngen klingt einfach, aber dahinter steckt mehr als nur "Körner streuen und wässern". Die richtige Düngung ist das Fundament für einen dichten, grünen Rasen, der Unkraut verdrängt und Hitzeperioden übersteht. In diesem Guide erfährst du alles, was du als Einsteiger wissen musst: welcher Dünger der richtige ist, wann du düngen solltest und welche Fehler du vermeiden musst.
Warum braucht dein Rasen überhaupt Dünger?
Dein Rasen ist ein Hochleistungssportler: Er wächst ständig, wird regelmäßig gemäht und muss sich gegen Moos und Unkraut behaupten. Dabei verbraucht er Nährstoffe aus dem Boden – vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium. Ohne Nachschub verarmt der Boden, der Rasen wird blass, lückenhaft und anfällig für Krankheiten. Düngung ist also keine optionale Schönheitskur, sondern notwendige Grundversorgung.
Die drei wichtigsten Nährstoffe: NPK
Auf jeder Düngerpackung findest du drei Zahlen – die sogenannten NPK-Werte:
Stickstoff (N): Fördert das Blattwachstum und sorgt für sattes Grün. Besonders wichtig im Frühjahr und Sommer.
Phosphor (P): Unterstützt die Wurzelbildung. Wichtig bei Neuansaaten und im Herbst.
Kalium (K): Stärkt die Zellstruktur und macht den Rasen widerstandsfähig gegen Hitze, Kälte und Krankheiten. Besonders relevant für die Herbstdüngung.
Welcher Dünger ist der richtige?
Frühjahrsdünger: Hoher Stickstoffanteil für schnelles Wachstum nach dem Winter. Typisches NPK-Verhältnis: 20-5-8.
Sommerdünger: Ausgewogenes Verhältnis mit Langzeitwirkung, damit der Rasen auch bei Hitze versorgt ist.
Herbstdünger: Hoher Kaliumanteil, wenig Stickstoff. Macht den Rasen winterfest. Typisches NPK-Verhältnis: 10-5-20.
Organischer vs. mineralischer Dünger: Mineralische Dünger wirken schnell, können aber bei Überdosierung verbrennen. Organische Dünger geben Nährstoffe langsam ab, verbessern die Bodenstruktur und sind schonender für Umwelt und Haustiere.
Wann solltest du düngen?
Der Rasen braucht während der Wachstumsperiode (März bis Oktober) regelmäßig Nährstoffe. Ein bewährter Rhythmus:
März/April: Erste Düngung nach dem Winter, wenn der Rasen aktiv wächst.
Mai/Juni: Zweite Düngung, wenn das Wachstum nachlässt oder der Rasen blasser wird.
August/September: Sommerdüngung oder bereits Umstellung auf Herbstdünger.
Oktober/November: Letzte Düngung mit Herbstdünger zur Wintervorbereitung.
Bei Langzeitdüngern reichen oft 2–3 Düngungen pro Jahr. Beachte immer die Angaben auf der Verpackung.
So düngst du richtig
Menge berechnen: Lies die empfohlene Aufwandmenge auf der Verpackung (z.B. 25 g/m²) und berechne, wie viel du für deine Rasenfläche brauchst.
Streuwagen verwenden: Für gleichmäßige Verteilung ist ein Streuwagen Gold wert. Handstreuung führt oft zu Flecken und Verbrennungen.
Überlappungen vermeiden: Fahre in parallelen Bahnen und achte darauf, dass sich die Streifen nicht überlappen – sonst bekommt diese Stelle doppelt so viel Dünger.
Nach dem Düngen wässern: Wässere den Rasen nach der Düngung gründlich. So löst sich der Dünger auf und gelangt zu den Wurzeln. Außerdem verhinderst du Verbrennungen.
Häufige Fehler beim Düngen
Zu viel auf einmal: Überdüngung führt zu Verbrennungen (braune Flecken) und schadet dem Boden.
Zur falschen Uhrzeit: Dünge nie in der prallen Mittagssonne. Früher Morgen oder Abend sind ideal.
Bei Trockenheit ohne Wässerung: Der Dünger liegt auf den Halmen und verbrennt sie.
Falscher Dünger zur falschen Jahreszeit: Stickstoffreicher Dünger im Herbst macht den Rasen anfällig für Frost.
Fazit
Die richtige Düngung ist kein Hexenwerk, erfordert aber etwas Planung. Mit dem passenden Dünger zur richtigen Jahreszeit, einer gleichmäßigen Ausbringung und gründlichem Wässern legst du den Grundstein für einen Rasen, um den dich die Nachbarn beneiden. Starte am besten mit einem Jahresplan – so vergisst du keine Düngung und dein Rasen bekommt immer genau das, was er braucht.




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