Rasen nachsäen: Kahle Stellen einfach reparieren
- Garten24-Check
- 8. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Kahle Stellen im Rasen sind ärgerlich, aber kein Grund zur Verzweiflung. Mit der richtigen Nachsaat lassen sich Lücken schnell und einfach schließen – und dein Rasen sieht schon nach wenigen Wochen wieder top aus. In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du bei der Nachsaat vorgehst und welche Fehler du vermeiden solltest.
Woher kommen kahle Stellen?
Bevor du nachsäst, lohnt sich ein Blick auf die Ursachen. Nur wenn du das Problem kennst, kannst du verhindern, dass die Stellen wiederkommen:
Moos und Unkraut: Wurden verdrängt und haben Lücken hinterlassen.
Trockenheit oder Hitze: Der Rasen ist verbrannt.
Staunässe oder Schatten: Das Gras ist abgestorben.
Intensiver Gebrauch: Spielende Kinder, Gartenpartys oder der Hund haben den Rasen strapaziert.
Krankheiten oder Schädlinge: Pilzbefall oder Engerlinge haben die Grasnarbe zerstört.
Der richtige Zeitpunkt für die Nachsaat
Rasensamen brauchen Wärme und Feuchtigkeit zum Keimen. Die besten Zeitfenster sind:
Frühjahr (April–Mai): Der Boden erwärmt sich, es regnet häufig, und der Rasen hat die ganze Saison zum Wachsen.
Frühherbst (September): Noch warm genug zum Keimen, aber weniger Stress durch Hitze. Außerdem konkurriert weniger Unkraut.
Vermeide die Nachsaat im Hochsommer (zu heiß, zu trocken) und im späten Herbst (zu kalt für die Keimung).
Das brauchst du für die Nachsaat
Qualitäts-Rasensamen: Achte auf zertifiziertes Saatgut (RSM-Qualität). Billige Mischungen enthalten oft Futtergräser, die nicht für Zierrasen geeignet sind.
Rasenerde oder Sand: Zum Abdecken der Samen und Verbessern des Bodenkontakts.
Harke oder Vertikutierer: Zur Vorbereitung der Fläche.
Gießkanne oder Rasensprenger: Für die gleichmäßige Bewässerung.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Boden vorbereiten: Entferne abgestorbenes Material, Moos und Unkraut. Lockere die Oberfläche mit einer Harke oder einem Handvertikutierer auf. Der Boden sollte locker und krümelig sein.
2. Saatgut ausbringen: Streue die Samen gleichmäßig aus. Die empfohlene Menge steht auf der Verpackung – bei Nachsaat meist 20–25 g/m². Bei kleinen Stellen kannst du von Hand säen, bei größeren Flächen hilft ein Streuwagen.
3. Samen einarbeiten: Harke die Samen leicht ein oder drücke sie mit einem Brett oder einer Walze an. Wichtig ist der Bodenkontakt – auf der Oberfläche liegende Samen trocknen aus oder werden von Vögeln gefressen.
4. Optional: Rasenerde aufbringen: Eine dünne Schicht Rasenerde (max. 0,5 cm) verbessert die Keimbedingungen und schützt die Samen.
5. Wässern: Halte die nachgesäten Stellen in den kommenden 2–3 Wochen konstant feucht. Das bedeutet: mehrmals täglich leicht gießen, nicht einmal durchdringend fluten.
Nach der Keimung
Die ersten Keimlinge erscheinen nach 7–14 Tagen. Jetzt gilt:
Weiter wässern: Die jungen Gräser haben noch keine tiefen Wurzeln und trocknen schnell aus.
Nicht betreten: Gib dem neuen Rasen mindestens 4–6 Wochen Ruhe.
Erst spät mähen: Der erste Schnitt erfolgt, wenn das Gras etwa 8–10 cm hoch ist. Nicht kürzer als 5 cm schneiden.
Häufige Fehler bei der Nachsaat
Samen nur aufstreuen: Ohne Bodenkontakt keimt nichts.
Einmal gießen und vergessen: Die Samen müssen dauerhaft feucht bleiben.
Zu dick säen: Führt zu Konkurrenz und schwachen Gräsern.
Zu früh betreten: Die zarten Keimlinge werden zertrampelt.
Fazit
Kahle Stellen im Rasen sind kein Drama – mit der richtigen Nachsaat hast du sie in wenigen Wochen im Griff. Der Schlüssel zum Erfolg ist gute Vorbereitung, hochwertiges Saatgut und konsequentes Wässern. Nimm dir die Zeit, und du wirst mit einem dichten, gleichmäßigen Rasen belohnt, der keine Wünsche offenlässt.




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