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Vertikutieren: So befreist du deinen Rasen von Moos und Filz

  • Garten24-Check
  • 13. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Vertikutieren – dieses Wort klingt technisch, aber dahinter steckt eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen für deinen Rasen. Wenn dein Rasen im Frühjahr matt und verfilzt aussieht, ist Vertikutieren oft die Lösung. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über das Vertikutieren wissen musst: wann der richtige Zeitpunkt ist, wie du vorgehst und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.


Was ist Vertikutieren eigentlich?


Beim Vertikutieren ritzt du die Grasnarbe mit rotierenden Messern oder Zinken senkrecht an. Dadurch werden Moos, Rasenfilz und abgestorbene Pflanzenteile aus dem Rasen gekämmt. Das Ergebnis: Der Boden kann wieder atmen, Wasser und Nährstoffe dringen besser zu den Wurzeln vor, und dein Rasen erholt sich sichtbar. Der Begriff kommt übrigens aus dem Englischen: "vertical cutting" – also senkrechtes Schneiden.


Warum ist Vertikutieren so wichtig?


Über das Jahr hinweg sammeln sich abgestorbene Grashalme, Moos und organisches Material auf deinem Rasen an. Diese Schicht – der sogenannte Rasenfilz – verhindert, dass Luft, Wasser und Dünger den Boden erreichen. Die Folge: Die Graswurzeln verkümmern, der Rasen wird anfällig für Krankheiten, und Moos breitet sich aus. Regelmäßiges Vertikutieren beugt diesen Problemen vor und sorgt für einen vitalen, dichten Rasen.


Der richtige Zeitpunkt


Das Vertikutieren solltest du nicht wahllos durchführen. Der ideale Zeitpunkt ist im Frühjahr, etwa zwischen Mitte April und Anfang Mai, wenn der Rasen bereits aktiv wächst. Die Bodentemperatur sollte konstant über 10°C liegen. Ein zweiter möglicher Termin ist der frühe Herbst (September), wenn der Rasen sich noch von der Behandlung erholen kann, bevor der Winter kommt.

Vermeide das Vertikutieren bei extremer Hitze, Trockenheit oder wenn der Boden noch nass und matschig ist – in diesen Fällen schadest du deinem Rasen mehr, als dass du ihm hilfst.


Die richtige Vorbereitung

Bevor du den Vertikutierer anwirfst, solltest du deinen Rasen vorbereiten:


Rasen mähen: Kürze deinen Rasen auf etwa 3–4 cm. So erreichen die Vertikutiermesser den Filz optimal.


Feuchtigkeit prüfen: Der Boden sollte leicht feucht, aber nicht nass sein. Bei zu trockenem Boden arbeiten die Messer nicht richtig, bei zu nassem Boden reißt du die Grasnarbe auf.


Hindernisse entfernen: Gehe über die Fläche und entferne Steine, Äste und Spielzeug. Sonst beschädigst du die Messer oder schleuderst Gegenstände durch die Gegend.


So vertikutierst du richtig


Tiefe einstellen: Die Messer sollten nur etwa 2–3 mm in den Boden eindringen. Zu tiefes Vertikutieren zerstört die Graswurzeln.


Bahnen ziehen: Fahre in parallelen Bahnen über den Rasen. Bei stark verfilzten Flächen kannst du anschließend quer dazu eine zweite Runde drehen.


Material aufsammeln: Reche das herausgerissene Material gründlich zusammen und entsorge es auf dem Kompost oder in der Biotonne. Lässt du es liegen, erstickt es den Rasen.


Nach dem Vertikutieren

Dein Rasen sieht nach dem Vertikutieren erstmal mitgenommen aus – das ist normal! Jetzt ist die perfekte Gelegenheit für:


Nachsaat: Bringe auf kahlen Stellen Rasensamen aus. Die Samen haben nach dem Vertikutieren optimalen Bodenkontakt.


Düngung: Ein Frühjahrsdünger versorgt deinen Rasen mit den Nährstoffen, die er für die Regeneration braucht.


Wässern: Halte den Boden in den kommenden Wochen gleichmäßig feucht, damit die Samen keimen und der Rasen sich erholt.


Häufige Fehler beim Vertikutieren


Zu früh im Jahr: Wenn der Rasen noch nicht wächst, kann er sich nicht regenerieren.

Zu tief eingestellt: Die Messer dringen zu tief ein und reißen die Wurzeln heraus.

Bei Hitze oder Trockenheit: Der gestresste Rasen erholt sich nicht und stirbt stellenweise ab.

Filz liegen lassen: Das herausgerissene Material erstickt den Rasen, wenn du es nicht entfernst.


Fazit

Vertikutieren ist eine der wirksamsten Methoden, um deinen Rasen von Moos und Filz zu befreien und ihm neues Leben einzuhauchen. Mit dem richtigen Timing, der korrekten Tiefeneinstellung und einer guten Nachpflege verwandelst du auch einen strapazierten Rasen in eine sattgrüne Wohlfühloase. Trau dich – dein Rasen wird es dir danken!

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